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    Kraftwerk als Bonbon zum Jubiläum

    MZ 02.12.2016

    02.12.2016

    Mit einem Paukenschlag beendet die InfraLeuna das Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen des Chemiestandorts. Die Infrastrukturgesellschaft hat ein neues Spitzenlastkraftwerk in Betrieb genommen und noch einmal zwei Millionen Euro investiert. "Wir haben ein vorhandenes Kraftwerk in der Rekordzeit von sechs Monaten umgerüstet. Dadurch stärken wir nicht nur unsere Position, wir setzen auch im Energiesektor auf Wachstum", sagte Geschäftsführer Christof Günther.

    Das Großprojekt orientiert sich am zunehmenden Bedarf nach Flexibilität in den Stromnetzen. Durch die Einspeisung von elektrischem Strom aus erneuerbaren Energien seien die Netze Fluktuationen ausgesetzt. "Erneuerbare Energien funktionieren nur, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Der Verbrauch gerade auch in der Industrie folgt aber anderen Gesetzmäßigkeiten", erklärt Günther. Mit dem neuen Kraftwerk, das auf eine Gasturbine setzt und eine Leistung von 40 Megawatt erzeugen kann, sei man nun in der Lage, innerhalb von Minuten auf die Bedürfnisse des Marktes zu reagieren. "Damit können wir Netze stabilisieren und durch diese Flexibilität an den Handelsmärkten auch Erträge für die InfraLeuna erzielen", so der Geschäftsführer.

    Das Thema Energie spielt in den Investitionen der InfraLeuna eine zentrale Rolle. "In diesem Sektor sind wir seit Jahren aktiv. Attraktive Energiepreise sind entscheidend für die Wirtschaftlichkeit am Standort. Und nur dann, wenn die hier ansässigen Unternehmen auch attraktive Bedingungen vorfinden, investieren sie auch." Das sei in diesem Jahr geschehen. Mit einem Volumen von 250 Millionen Euro habe man 2016 im Chemiepark die größte Investitionstätigkeit seit dem Abschluss der Restrukturierung registriert. Das sei kein Selbstläufer. Günther: "Dafür arbeiten wir hart."